Tomás Luis de Victoria – Requiem

Jan 05 2011 Published by in Aufnahmen,Braun Kommentar hinterlassen

Eigentlich habe ich es nicht so mit geistlicher Musik. Doch schon als Kind haben Chöre immer eine große Faszination auf mich ausgeübt. Wenn Harmonien aus einem eingespielten Münderkollektiv quellen, bin ich Feuer und Flamme. Aus ein wenig eigener Erfahrung aus dem stets überforderten Schulchor, weiss ich, das ein guter Chor einiges leisten muss. Wie wichtig es ist aufeinander zu hören und sich in das große Ganze einzufügen.

Sicherlich haben sowohl große als auch kleine Chorbesetzungen mit ihren ganz eigenen Herausforderungen zu kämpfen. Bei der Interpretation des Requiems von Tomás Luis de Victoria sind nur 12 Kehlen am Werk. The Tallis Scholars unter der Leitung von Peter Phillips. Vier Stimmen im Sopran, Zwei Altstimmen, Vier Tenöre, Zwei Bässe.

Das erste Wort, dass mir zum Gehörten einfällt ist Klarheit. Diese Transparenz ergibt sich sicherlich zum Teil durch die Ensemblegröße, was den Eindruck und die transportierte Kraft jedoch keineswegs schmälert. Unglaublich schön, wie hier ein Zahnrad ins Nächste greift ohne Unnatürlich zu wirken, wie homogen des Ensemble trotz aller Durchhörbarkeit klingt. Vielleicht kann man dieses Wort dann doch einmal gebrauchen: sublim.

Auf YouTube kann man sich übrigens die komplette CD anhören, in eingeschränkter Tonqualität natürlich.

Feuerwasser

Okt 05 2010 Published by in Aufnahmen 2 Kommentare

Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik/Wassermusik - The English Concert, Pinnock

Meine karge Sammlung wurde soeben um das erste Werk von Händel erweitert. Die Feuer- und die Wassermusik in einer ziemlich bekannten Aufnahme unter dem Dirigat von Trevor Pinnock. Neben den Brandenburgischen Konzerten von Bach ist dies überhaupt erst das zweite Werk, das dem Barock zuzuordnen ist. Da mich die Liebe zur Musik sozusagen bei der Romantik gepackt hat, sieht es sowohl im Barock als auch in der Klassik noch sehr mau aus.

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem - London Symphony Orchestra, Davis

Letztere Epoche wird nun auch verstärkt, durch ein Requiem, welches unter anderem daran “Schuld” ist, das es in meinen Teenager-Tagen bereits zu einem ersten Interesse an klassischer Musik kam. Das Interesse schlummerte irgendwann wieder ein, um jetzt wieder erstarkt auszubrechen. Es handelt sich um das berühmte Requiem von Mozart, hier in einer Aufnahme des London Symphony Orchestra unter Colin Davis aus dem Jahre 2007.

Unterdessen kommt hier für ein paar Tage tatsächlich noch mal die Sonne raus und natürlich zieht man sich gleichzeitig eine dicke Erkältung zu. Hallo Herbst, ich bin dir wiedermal vorraus!