Blaue Stunde
Gestern freute ich mich sehr über einige Sonnenstrahlen, die kurz Hoffnung machten, dass nach dem Sommer auch der Winter übersprungen werden sollte. Heute Morgen gab es dann aber einen gefühlten Temperatursprung in den Keller. Das wurde mir schmerzlich bewusst, wie es vermutlich jedem schmerzlich bewusst wurde, der um 6.30 Uhr mit dem Fahrrad über Landstraßen brauste und den Gegenwind verfluchte.
Der Ausstieg am Bielefelder Bahnhof hingegen ist momentan zeitlich immer mit der blauen Stunde verbunden. Das hat etwas sehr strukturiertes, wenn verschlafene Hektik ausbricht, während es langsam hell wird. Fehlt nur noch, dass ein Hahn kräht, wenn man aus dem Bahnhofsgebäude tritt, worauf Alles aus den Höhlen kriecht und das Treiben beginnt. Es ist noch halb Nacht, wenn ich in die S-Bahn steige und es ist hell, wenn ich an der Uni keine Viertelstunde später aussteige. Nur kalt ist mir immer noch ein wenig.






