Three Times Four
Habe heute wieder einmal festgestellt, dass auch Menschen, die selbst nie etwas im Netz veröffentlichen, keineswegs sicher sein können, dass sie nicht im Netz stattfinden. Wenn man ab und zu seine Wohnung verlässt und sich beispielsweise in Vereinen oder sonstigen Organisation engagiert, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass man früher oder später im Netz auftaucht. Nach und nach entsteht so ein Online-Profil, das natürlich oft viel zu einseitig und verzerrt ist, aus vielerlei Gründen also den eigenen Ansprüchen nicht genügen könnte.
In Zukunft könnte es also immer wichtiger sein, seine Netzidentität selbst in die Hand zu nehmen um so Suchergebnisse und Informationsfluss zumindest begrenzt steuern zu können. Eine völlig neue Form der Medienkompetenz, die dafür erworben werden muss. Der Gedanke, dass es nötig sein könnte, eigene Informationen ins Netz stellen zu müssen um quasi in eigener Sache Image-Optimierung betreiben zu müssen, gefällt mir nicht. Noch weniger allerdings, dass es selbst dann nicht immer in der eigenen Hoheit obliegt, welche Suchergebnisse im Endeffekt ganz oben stehen. Vielleicht bleibt irgendwann nichts anderes übrig, als die Hoheit über die eigene Privatsphäre aufzugeben.

http://www.myonid.de wäre dann so ein tool.
Die ganze Idee gefällt mir aber auch nicht.