Archiv für Oktober, 2010

Die Tage

Okt 31 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Eine Woche harter Arbeit liegt hinter mir, eine Woche harter Arbeit liegt vor mir. Wenn ich mal ne halbe Stunde nichts zu tun habe, weiß ich gar nichts mit mir anzufangen.
Doch es sammeln sich ein paar Ideen, das ist immer so, wenn ich viel zu tun habe. Und da ich keine Zeit habe sie umzusetzen, können die Ideen ja zur Abwechslung auch mal reifen. Das ist doch auch mal was.

Klassische Philharmonie Bonn

Okt 22 2010 Published by in Konzert Kommentar hinterlassen

So, bevor ich es jetzt ganz vergesse, muss ich hier noch ein paar Worte zu meinem Konzertbesuch am vergangenen Dienstag verlieren. Da spieltenämlich die Klassische Philharmonie Bonn in der Oetker Halle. Als kleines Warm-Up gab es die Alceste Ouvertüre von Gluck, danach das bekannte Klavierkonzert von Grieg. Nach der Pause schließlich die berühmte Eroica, die 3. Sinfonie von Beethoven. Ein äusserst populäres, fast schon populistisches Programm also, so weit so gut.

Mit Glucks Ouvertüre war ich noch gar nicht vertraut, hatte an dem rund 7 Minuten langen Stück auch nicht viel auszusetzen, es hat mich allerdings auch nicht mitgerissen und die Interpretation wirkte auf mich etwas arg diktiert und – naja – etwas streberhaft. Diesen Takt spielen wir LAUT, den nächsten ganz leise, dann wieder LAUT und so weiter. Danach kam es zu Griegs Klavierkonzert, auf das ich mich sehr gefreut hatte, da es mein erster Besuch eines Klavierkonzerts überhaupt sein sollte und Griegs Konzert zu einem meiner ersten klassischen Wegbegleiter gehört. Aber das ist es wahrscheinlich für sehr viele Leute, sogar solche, die gar nichts davon wissen.

Leider war diese Interpretation allerdings die Enttäuschung des Abends. Die Solistin (deren Namen ich leider nicht weiss, da ich keine Gelegenheit hatte mir ein Programmheft zu besorgen und den ich auch in der Online-Konzertbeschreibung nicht finden kann) wirkte auf mich stets etwas überfordert, auch ihretwegen waren manche Tempi, nach meinem Erachten, viel zu langsam. Gerade der zweite Satz schleppte und schleppte sich. Auch das Zusammenspiel zwischen Orchester und Klavier harmonierte nur leidlich, stets hatte ich das Gefühl das die jeweils eine oder andere Partei gerade knapp am Einsatz vorbei schrammte. Der dritte Satz wurde dann glücklicherweise doch noch recht flott dirigiert, gelang besser, doch der negative Gesamteindruck überwog. Schade eigentlich, da die Solistin ihr virtuoses Können während ihrer Zugabe durchaus unter Beweis stellte.

In der zweiten Hälfte dann die Eroica, mit der ich mich bisher nie so richtig anfreunden konnte, obwohl ich sie durchaus ab und zu ganz gern höre. Aber sicher kein Beethoven-Favorit für mich. Die 3. Sinfonie war dann wieder solide, ja größtenteils sogar ziemlich gut musiziert, wie ich fand. Jedenfalls konnte ich hier aufmerksam und durchaus gebannt zuhören, ohne dauernd mit der Stirn zu runzeln oder meine Beine in den engen Sitzreihen hin- und her zu sortieren. Die Oetker Halle war nicht ausverkauft, dennoch schien es der überwiegenden Mehrheit des Publikums sehr gefallen zu haben. Zeigt ja auch, das meine Eindrücke natürlich rein subjektiv sein können. Doch nicht nur das: Die Zuhörerschaft war diesmal auch erstaunlich unruhig. Vielleicht hat es mit dem Herbstbeginn zu tun, jedenfalls wollten erstaunlich viele Kehlen geräuspert und enthustet werden. Das ist sowieso so ein Phänomen mit der Husterei, bestimmt einmal einen eigenen Blogeintrag wert. Mehr Eindrücke speziell dazu kann man übrigens hier nachlesen.

Gesichtsvirtuose

Okt 22 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Diese kleine Video ist mir früher schon einmal untergekommen, aber da es jetzt in meinem Reader mal wieder aufgetaucht ist, muss es natürlich auf diese Seite.

(via)

"language"

Okt 20 2010 Published by in Bildung Kommentar hinterlassen

Stephen Fry über Pedanterie und Sprache. Nuff Said!

(via)

Prezi

Okt 17 2010 Published by in Bildung,Netz 2 Kommentare

Das Semester geht wieder los, der Stundenplan steht und so langsam hat man das Gefühl sich dem Gipfel des Berges zu nähern. Es ist noch zu früh um hier über vielversprechende Seminare zu sprechen, allerdings konnte ich schon ein kleines Goodie aus den Vorlesungen mitnehmen.

Es ist selten, dass ich im Uni-Seminar etwas Neues im Netz kennenlerne. Doch unter Präsentations-Freaks scheint es mit Prezi.com einen neuen Trend geben. Prezi möchte sich selbst vermutlich als Powerpoint-Nachfolger etablieren. Das Neue daran ist, dass ich den Inhalt meiner Präsentation nicht mehr starr auf Folien ablege, sondern mich auf einer riesigen Leinwand austobe. Das erinnert ein wenig an MindMap-Techniken und wirkt daher auf mich auch ein wenig intuitiver, doch das kommt sicherlich auch auf die eigenen Präferenzen an.

In der Präsentation schwebt dann der Fokus entlang eines Pfades von einem vordefinierten Punkt zum nächsten, was ziemlich schick, allerdings auch ein wenig verspielt aussieht. Ausserdem kann man jederzeit raus- und reinzoomen und den Bildausschnitt bewegen, was wiederum zur Übersichtlichkeit beitragen kann und mithilfe von Plakat-Techniken eine strukturierende Dimension bekommt, die ich von Powerpoint so nicht kenne.

Zudem ist Prezi ein Kind des internets. Man kann die Präsentation erstaunlich intuitiv komplett online erstellen, Youtube-Videos einbinden und meine Präsentationen auf anderen Websiten einbinden und mit anderen teilen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Präsentationen offline zu speichern und abzuspielen. Zudem gibt es eine Prezi-Desktop Version, mit der man seine Präsentationen offline erstellen kann. Gibt es allerdings nur als 30 Tage Testversion, danach kostet es was.

Für Studenten, Dozenten, Schüler etc. gibt es die Möglichkeit sich einen sogenannten Edu-Account anzulegen, mit dem man 500 mb Prezi-Storage und auch Prezi-Desktop kostenlos nutzen kann. Prezi-Desktop basiert übrigens auf der Adobe-Air Technologie, sollte also unter Windows, Mac und Linux laufen. Und so sieht dann so eine eingebundene Präsentation aus:

Man kann mit Prezi richtig schicke Präsentationen erstellen, keine Frage. Man kann allerdings auch, vielleicht noch mehr als bei Powerpoint, eine Menge falsch machen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Erstellen einer Prezi-Präsentation für Viele intuitiver verläuft. Wer gerne Mindmaps oder Collagen und Poster erstellt, sollte es auf jeden Fall mal ausprobieren.

Die Gefahr bei Prezi liegt sicherlich darin, dass es als Präsentation zu verspielt wirkt und vielleicht sogar verwirrt, wenn der Fokus zu wild hin- und herspringt. Man sollte sich also Gedanken über den Ablauf machen und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch über den darstellerischen Verlauf.

Feuerwasser

Okt 05 2010 Published by in Aufnahmen 2 Kommentare

Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik/Wassermusik - The English Concert, Pinnock

Meine karge Sammlung wurde soeben um das erste Werk von Händel erweitert. Die Feuer- und die Wassermusik in einer ziemlich bekannten Aufnahme unter dem Dirigat von Trevor Pinnock. Neben den Brandenburgischen Konzerten von Bach ist dies überhaupt erst das zweite Werk, das dem Barock zuzuordnen ist. Da mich die Liebe zur Musik sozusagen bei der Romantik gepackt hat, sieht es sowohl im Barock als auch in der Klassik noch sehr mau aus.

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem - London Symphony Orchestra, Davis

Letztere Epoche wird nun auch verstärkt, durch ein Requiem, welches unter anderem daran “Schuld” ist, das es in meinen Teenager-Tagen bereits zu einem ersten Interesse an klassischer Musik kam. Das Interesse schlummerte irgendwann wieder ein, um jetzt wieder erstarkt auszubrechen. Es handelt sich um das berühmte Requiem von Mozart, hier in einer Aufnahme des London Symphony Orchestra unter Colin Davis aus dem Jahre 2007.

Unterdessen kommt hier für ein paar Tage tatsächlich noch mal die Sonne raus und natürlich zieht man sich gleichzeitig eine dicke Erkältung zu. Hallo Herbst, ich bin dir wiedermal vorraus!

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