Archiv für September, 2010

Entscheidung

Sep 29 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Habe heute eine unangenehme Entscheidung getroffen. Manchmal muss man sie treffen. Ich habe lange damit gehadert und es versucht, doch so hatte es keinen Sinn. Mein Über-Ich scheint gerade keine Schnitte gegen das Es zu haben.

Stattdessen habe ich mal überlegt was das schlimmste ist, das eintreten könnte, wenn ich mich so entscheide. Und siehe da: Es ist gar nicht so schlimm. Es fühlt sich sogar richtig an, unangenehm ist es trotzdem. Das muss man akzeptieren und irgendwann muss man die Entscheidung eine Entscheidung sein lassen. Viele Entscheidungen in letzter Zeit. Auch das heisst erwachsen sein.

Es geht weiter

Sep 28 2010 Published by in Aufnahmen Kommentar hinterlassen

Anton Bruckner: Sinfonie No.4 - Royal Scottish National Orchestra, Tintner

Die Bruckner-Entdeckungsreise geht weiter. Heute sind nun seine vierte und siebte Sinfonie eingetrudelt. Oft werden sie als “Einstieg” in das Werk Bruckners empfohlen. Ich habe mit der neunten Sinfonie angefangen und bei der hat es auch gleich gefunkt.

Anton Bruckner: Sinfonie No.7 - Berliner Philharmoniker, Karajan

Nun aber Vier und Sieben. Die Vierte, gespielt vom Royal Scottish National Orchestra unter Georg Tintner. Tintner soll für Bruckner überhaupt eine interessante Adresse sein. Eine preiswerte sind die im Naxos-label erschienenen Aufnahmen allemal. Bei der Siebten handelt es sich um eine Aufnahme von Karajan mit den Berliner Philharmonikern aus dem Jahre 1971, auch recht günstig zu haben.

Weder die Vierte noch die Siebte haben mich beim ersten Anhören wirklich gepackt, jedenfalls nicht im Vergleich mit der Neunten. Ich werde mir diese Sinfonien also noch weiter “erhören” und in der Zwischenzeit empfehle ich persönlich allen Bruckner-Interessierten den Einstieg mit der Neunten. Und nun darf es auch mal wieder ein anderer Komponist sein. Es ist noch viel zu vieles ungehört. Unerhört!

wieder da

Sep 27 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Zu Hause ist es eben doch am schönsten. Und fast hat es den Anschein, als wäre man im Sommer weggefahren und mitten im Herbst zurück gekehrt. Larifari hat die Kerzenzeit ausgerufen. Die Epoche des Dochts ist also eingeläutet. Und Dr. Schmotzen fährt Patrouillen durch ihr Zimmer und freut sich. Wieder da.

pianoforte

Sep 25 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Ein Klavier muss her, das ist das erste Ergebnis unserer Fahrt in die heimatlichen Gefilde. Denn hier steht so ein alter Kasten. Und Dr. Schmotzen (meine Tochter) hat sich gleich verliebt, kann die Tasten zwar noch nicht sehen, aber mit ihren kleinen Händen spielt sie wie ein Weltmeister Tonleitern. Atonale.

Auch Larifari (meine Frau) und Monsieur LeGimpsi (ich) waren sofort Feuer und Flamme. An uns Beide wurde in unserer Kindheit ein wenig Musikunterricht verschwendet. Es ist zwar nicht so wie Fahrradfahren, aber die Glut lodert noch. Und wir wollen uns zumindest für die Sparflamme rüsten.

Günstig muss das Klavier sein, Glück müssen wir dafür haben. Doch Glück wird es uns auch schenken, das haben wir gestern alle gespürt. Ein wenig Hausmusik, dieses alte verstaubte Wort aus dem letzten Jahrtausend. Dafür soll es reichen. Und wenn meine Tochter nach der atonalen Improvisation auch noch den Rest entdeckt und vielleicht sogar meistert, kann man immer noch die Bank ausrauben und den Flügel ordern.

Es kommen mit

Sep 24 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Die Wahl fiel auf:

  • Gustav Mahler, Achte und Neunte Sinfonie
  • Johannes Brahms, Sinfonien 1-4
  • Antonin Dvorak: Die Neunte Sinfonie
  • Edvard Elgar: Pomp and Circumstance, Enigma Variations
  • Sergei Rachmaninov: Sinfonien 1-3
  • Nikolai Rimsky-Korsakov: Schehezerade
  • Anton Bruckner: Neunte Sinfonie
  • und quasi als Kontrapunkt: Phrasenmäher: Ode an die Leude

Recht romantisches, ja pompöses Programm, was aber momentan meine Vorlieben ganz gut spiegelt. Ich glaube, es fängt oft so an. Man sieht sich am anderen Ufer.

Swing Symphony

Sep 24 2010 Published by in Konzert Kommentar hinterlassen

Gestern war dann die US-Premiere der “Swing Symphony”, komponiert von Jazz-Legende Wynton Marsalis, der mit seiner Jazz-Kombo dann auch selbst inmitten der Reihen des New York Philharmonic Orchestras spielte. Die Weltpremiere der Swing Symphony gab es im Sommer bei den Berliner Philharmonikern und hat mir sehr gut gefallen. Die Aufführung kann man sich über die Digital Concert Hall an dieser Stelle ansehen, gratis gibt es nur eine kurze Vorschau. Lustig, zu beobachten, wie die Zuschauer mehr und mehr den Drang verspüren, im Sitzen zu tanzen.

Ich jedenfalls hoffe das Werk findet sich irgendwann auch auf CD wieder. Die New York Times hingegen findet aber nicht nur positives über diese “Musikstunde” in Sachen Swing zu berichten. Es erinnere dann doch sehr an die Arbeit von Bernstein und die Swing Symphony hätte es demzufolge schon im Jahre 1959 geben können. Geschenkt, denn auch in New York gab es am Ende standing ovations.

In die Heimat

Sep 23 2010 Published by in Allgemein Kommentar hinterlassen

Anton Bruckner: Sinfonie No.9

Morgen geht es für ein paar Tage in die Heimat. Bei einem solchen Unterfangen will die Musikauswahl natürlich gut geplant sein. Doch sie kommen ja fast alle mit. Besonders angetan hat es mir zur Zeit Bruckner. Letzte Woche habe ich zum ersten Mal seine Neunte Sinfonie gehört, unter dem Dirigat von Günther Wand und des Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR aus dem Jahre 1979. Und die hat eingeschlagen. Als nächstes stehen wohl die Vierte und die Siebte Sinfonie an. Aber die Neunte, die kommt jetzt erstmal mit.

Das Ziel meiner Reise beherbergt glücklicherweise eine ausgewachsene Anlage, britisches Fabrikat, die meinen mitgebrachten Aufnahmen zu neuen Höhen in Sachen Klang verhelfen sollte.

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